Toner oder Gesichtswasser - braucht unsere Haut diesen Pflegeschritt wirklich?

Toner oder Gesichtswasser - braucht unsere Haut diesen Pflegeschritt wirklich?

Toner, Gesichtswasser, Facial Toner – die Namen sind unterschiedlich, gemeint ist meist ein flüssiges Produkt, das nach der Reinigung und vor Serum, Gesichtsöl oder Creme verwendet wird.

Doch braucht unsere Haut überhaupt einen Toner?

Unsere Antwort darauf ist vielleicht etwas ungewöhnlich:

Nein. Die Haut braucht nicht unbedingt ein Toner.

Wenn ein Gesichtswasser hauptsächlich aus Wasser, Alkohol und etwas Duft besteht, darf man durchaus fragen, welchen zusätzlichen Nutzen dieser Pflegeschritt eigentlich haben soll.

Ein hochwertiger Toner kann jedoch etwas ganz anderes sein: eine eigenständige Pflege, die vor allem die wässrigen Wirkstoffe der Pflanzen auf die Haut bringen.

Und genauso verstehen wir unseren Facial Toner bei HESSE ORGANIC SKINCARE.

Bei uns beginnt Pflege bereits mit der Reinigung

Unsere Reinigungsmilch wurde ursprünglich für die besonderen Anforderungen des japanischen Marktes entwickelt. Eine wichtige Voraussetzung war, dass die Haut nicht nur gründlich gereinigt, sondern bereits während der Reinigung gepflegt wird.

Deshalb basiert unsere Reinigungsmilch auf ausgewählten Pflanzenölen, die Reinigung und Pflege miteinander verbinden.

Der Facial Toner setzt diese Pflege anschließend auf eine ganz andere Weise fort: Während bei der Reinigungsmilch pflanzliche Öle im Mittelpunkt stehen, sind es beim Toner vor allem hochwertige Pflanzenhydrolate.

Er ist für uns deshalb keine Nachreinigung, sondern eine eigene Pflegestufe.

Was macht einen guten Toner aus?

Ein Toner kann die gereinigte Haut angenehm erfrischen und befeuchten. Entscheidend ist für uns aber eine andere Frage:

Was enthält er eigentlich?

Ein Gesichtswasser, das hauptsächlich aus gewöhnlichem Wasser besteht, ist etwas anderes als eine Rezeptur, deren Grundlage hochwertige Pflanzenhydrolate bilden.

Bei unserem Facial Toner liegt der Anteil der Hydrolate bei über 80 Prozent.

Warum wir ihnen einen so großen Raum geben, hat mit einem Pflanzenrohstoff zu tun, dessen kosmetische Bedeutung häufig unterschätzt wird.

Hydrolate – die unterschätzte Seite aromatischer Pflanzen

Hydrolate entstehen bei der Wasserdampfdestillation aromatischer Pflanzen.

Dabei erhalten wir nicht nur das bekannte ätherische Öl. Gleichzeitig entsteht eine zweite, wässrige Pflanzenfraktion: das Hydrolat.

Oft wird es vereinfacht als „Pflanzenwasser“ bezeichnet. Doch ein hochwertiges Hydrolat ist wesentlich interessanter.

Während der Herstellung gelangen unterschiedliche Bestandteile der Pflanze in die Wasserphase. Dadurch besitzt jedes Hydrolat – abhängig von Pflanze, Herkunft und Herstellungsweise – seine eigene Zusammensetzung.

Wissenschaftliche Untersuchungen verschiedener Hydrolate zeigen neben aromatischen Pflanzenbestandteilen unter anderem phenolische Verbindungen und Flavonoide. Bei unterschiedlichen Hydrolaten wurde zudem antioxidative Aktivität beobachtet.

Wie genau diese komplexen Pflanzenwässer auf die menschliche Haut wirken, ist wissenschaftlich noch längst nicht vollständig erforscht.

Aus unserer langjährigen Arbeit mit pflanzlichen Rohstoffen haben wir jedoch die Erfahrung gemacht, dass hochwertige Hydrolate kosmetisch ausgesprochen wertvoll sein können.

Wir betrachten ein Hydrolat deshalb nicht als Duftwasser, sondern als eine feine, natürliche Pflanzenmatrix, in der viele Bestandteile einer Pflanze in sehr niedriger Konzentration zusammenkommen.

Vielleicht liegt gerade darin ein Teil seiner besonderen kosmetischen Qualität.

Wie eine alte galenische Rezeptur meine Hydrolate beeinflusste

Dass wir unsere Hydrolate teilweise selbst herstellen, hat eine Geschichte, die viele Jahre zurückreicht.

Als ich in Hamburg an meinen ersten kosmetischen Rezepturen arbeitete, stellte mir ein Apotheker nach Feierabend sein Labor zur Verfügung. Für meine damalige Forschungs- und Entwicklungsarbeit war das eine außergewöhnliche Möglichkeit.

Fast ebenso faszinierend wie das Labor war für mich seine Bibliothek. Dort befand sich ein sehr schönes antiquarisches Sortiment pharmazeutischer und galenischer Literatur.

Ich verbrachte viel Zeit mit diesen alten Büchern und stieß dabei auf eine historische Rezeptur, die – soweit ich mich heute erinnere – „Aqua Vitalis“ oder ähnlich hieß.

Nicht alles, was in dieser alten Rezeptur enthalten war, wollte ich übernehmen. Einige der damals verwendeten Substanzen würde ich in einem modernen kosmetischen Produkt niemals einsetzen. Die Vorstellungen von Kosmetik, Hautverträglichkeit und Rohstoffsicherheit waren zu jener Zeit schließlich andere als heute.

Mich faszinierte deshalb weniger die Rezeptur als Ganzes, sondern vielmehr die Art der Herstellung.

Sie eröffnete mir einen neuen Zugang zu den Hydrolaten und gab mir den entscheidenden Impuls, mich intensiv mit dieser außergewöhnlichen Herstellung zu beschäftigen.

Aus diesem alten galenischen Wissen entwickelte sich über viele Jahre meine eigene Art der Hydrolat-Herstellung.

Bis heute stellen wir den Großteil der Hydrolate für unseren Facial Toner selbst her.

Das ist für uns ein wesentlicher Unterschied. Ein Hydrolat ist nicht einfach eine Flüssigkeit, die wir als fertigen Rohstoff in eine Rezeptur geben. Bereits seine Herstellung ist Teil unserer Arbeit mit der Pflanze.

Vielleicht erklärt das auch, warum Hydrolate für mich seit vielen Jahren einen so hohen Stellenwert besitzen. Sie sind für mich kein Nebenprodukt der Destillation, sondern ein eigenständiger kosmetischer Pflanzenrohstoff.

Rosenhydrolat – die sanfte Seite der Rose

Die Damaszener Rose gehört zu den kostbarsten Pflanzen, die wir in der Kosmetik verwenden.

In ihrem Hydrolat wurde unter anderem der charakteristische Bestandteile Phenylethylalkohol nachgewiesen. Untersuchungen verschiedener Rosenhydrolate zeigen darüber hinaus antioxidative Eigenschaften.

Für uns ist dabei besonders interessant, dass nicht ein einzelner isolierter Wirkstoff auf die Haut gelangt. Vielmehr bleibt ein feines Zusammenspiel verschiedener Pflanzenbestandteile erhalten.

Rosenhydrolat schätzen wir besonders für sensible, anspruchsvolle und feuchtigkeitsarme Haut. Es hinterlässt ein angenehm weiches und gepflegtes Hautgefühl und bringt gleichzeitig den unverwechselbar feinen Charakter der Damaszener Rose mit.

Wer mehr über die Rose und ihre Geschichte erfahren möchte, findet in unserem Blog einen ausführlichen Beitrag der Münchner Heilpraktikerin für Frauenheilkunde Saskia Straße von Ridder: „Die Rose symbolisiert die Liebe“. https://www.hesse-skincare.com/blogs/hautpflege/die-rose-symbolisiert-die-liebe

Nerolihydrolat – die feine Frische der Orangenblüte

Unser Nerolihydrolat stammt aus den Blüten der Bitterorange.

Es besitzt einen wunderbar feinen, frischen und zugleich blumigen Charakter. Auch hier gelangen bei der Herstellung Bestandteile der Orangenblüte in die Wasserphase. Untersuchungen von Hydrolaten aus Citrus aurantium zeigen ein eigenes pflanzliches Profil und antioxidative Eigenschaften.

Rose und Neroli haben wir deshalb nicht zufällig miteinander kombiniert.

Die Rose bringt Weichheit und eine besonders feine Pflegequalität, Neroli Frische und Leichtigkeit.

Gemeinsam bilden sie die pflanzliche Grundlage unseres Facial Toners.

Warum enthält unser Facial Toner Alkohol?

Alkohol in Kosmetik wird häufig sehr pauschal beurteilt. Doch auch hier lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Wir verwenden in unserem Toner Weingeist auf Basis von Demeter-Trinkalkohol.

Auf Kosmetikprodukten findet man dagegen häufig die Bezeichnung Alcohol Denat. „Denat.“ steht für denaturiert beziehungsweise vergällt. Dem Alkohol werden Stoffe zugesetzt, die ihn für den menschlichen Genuss ungeeignet machen – beispielsweise durch einen ausgesprochen bitteren Geschmack.

Das hat unter anderem steuerliche und wirtschaftliche Gründe. Vergällter Alkohol kann unter bestimmten Voraussetzungen von der hohen Alkoholsteuer befreit sein und ist deshalb für die industrielle Verarbeitung interessant.

Wir haben uns bewusst für einen anderen Weg entschieden.

Unser Trinkalkohol enthält keine Vergällungsmittel. Denn was man nicht essen kann, gehört für uns auch nicht auf die Haut. Wenn wir für unsere Rezeptur einen hochwertigen unvergällten Alkohol verwenden können, möchten wir keine zusätzlichen Stoffe einsetzen, die für die eigentliche Rezeptur nicht notwendig sind.

Nicht nur fragen, was technisch möglich oder wirtschaftlich rentabel ist, – sondern was wir für die Gesundheit der Haut in einer hochwertigen Rezeptur wirklich verwenden möchten.

Ätherische Öle – für uns nicht einfach Parfüm

Unser Weingeist enthält zusätzlich sehr fein dosierte ätherische Öle von Neroli, echter Melissa officinalis, Damaszener Rose und Iris.

Auch sie sind nicht einfach dazu da, dem Facial Toner einen angenehmen Duft zu geben.

Bei der Auswahl ätherischer Öle betrachten wir ihre natürlichen Inhaltsstoffe und ihre kosmetischen Eigenschaften. Gleichzeitig besitzt jedes naturreine ätherische Öl einen eigenen Duftcharakter.

Denn Hautpflege nehmen wir nicht nur über die Haut wahr.

Wir riechen sie auch.

Geruch und emotionale Wahrnehmung sind eng miteinander verbunden. Aufgrund unserer jahrzehntelangen Beschäftigung mit ätherischen Ölen berücksichtigen wir deshalb bei der Entwicklung unserer Kosmetik auch den aromatherapeutischen Charakter der Pflanzen.

Die Rose vermittelt eine warme, weiche und umhüllende Duftqualität. Neroli besitzt etwas Leichtes und Helles. Melisse bringt eine klare, lebendige Frische hinzu, während die kostbare Iris der Komposition Tiefe und eine außergewöhnliche Feinheit verleiht.

Das macht aus unserem Toner kein therapeutisches Produkt. Er ist und bleibt hochwertige Hautpflege.

Aber es entspricht unserem Verständnis von Pflanzen:

Wir möchten sie nicht auf einen einzelnen Wirkstoff reduzieren, sondern sie möglichst in ihrer ganzen Vielschichtigkeit verstehen.

Wann kann ein Toner überflüssig sein?

Wer seine Haut mild reinigt, eine sehr einfache Pflegeroutine bevorzugt und mit seiner Haut vollkommen zufrieden ist, muss nicht zwangsläufig einen Toner verwenden.

Wir möchten keinen zusätzlichen Pflegeschritt erfinden, nur damit ein weiteres Produkt im Badezimmer steht.

Eine gute Frage lautet deshalb:

Was gibt dieses Produkt meiner Haut, was andere Pflegeschritte nicht bereits leisten?

Bei einem einfachen Gesichtswasser kann die Antwort durchaus lauten: nicht viel.

Für uns bekommt ein Toner dann einen Sinn, wenn seine Rezeptur eine eigene kosmetische Aufgabe übernimmt.

Und genau deshalb spielen die selbst hergestellten Hydrolate in unserem Facial Toner eine so zentrale Rolle.

Wer selbst erleben möchte, wie sich ein Facial Toner mit so besonderen Hydrolatanteil von rund 80 Prozent und hochwertigen Trinkalkohol auf der Haut anfühlt, findet unseren Facial Toner im HESSE-ORGANIC-SKINCARE-Shop. https://www.hesse-skincare.com/products/facial-toner-gesichts-tonikum-100ml

Die Wirk-Harmonie von HESSE ORGANIC SKINCARE.

Ein Blog-Beitrag von Andreas Hesse